Fluorid-Programm

Die LAJH, Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in Hamburg e.V., ist eine Gemeinschaftsaktion der Hamburger Zahnärzte und  Krankenkassen sowie der Freien und Hansestadt Hamburg.

Praktische Durchführung

In der Schule werden Schulleitung und Kollegium über Ablauf und Zweck der Maßnahmen informiert, da deren Kooperation wichtiger Bestandteil des Programms ist. Geben die Eltern ihr Einverständnis zur Teilnahme, so werden die Kinder in der Schule zwischen der 1. und 4. Klasse zweimal jährlich zahnärztlich untersucht. Anschließend findet unter Anleitung einer zahnmedizinischen Fachkraft in kleinen Gruppen ein Gespräch über gesunde Ernährung statt. Das Anfärben der Beläge und eine praktische Zahnputzübung schließen sich an. Danach werden die vorhandenen bleibenden Zähne mit einem Fluoridlack (Fluoridin N5) touchiert. Durch den Fluoridlack wird der Zahnschmelz gehärtet und hält kariösen Angriffen gegenüber besser stand. Die Kinder bekommen einen "Prophylaxepass", in dem die Fluoridierungen eingetragen werden. In dem Pass befindet sich außer den persönlichen Daten des Kindes auch ein Prophylaxevertrag. Mit ihrer Unterschrift versprechen die Kinder, ebenfalls selber etwas für ihre Zahngesundheit zu tun, indem sie nicht so viel naschen und sich regelmäßig die Zähne putzen. Die Eltern werden schriftlich informiert, dass die Fluoridlackbehandlung nach drei Monaten in der zahnärztlichen Praxis wiederholt werden soll. Dort werden dann auch die kariösen Zähne mit Füllungen versorgt. Anfänglich lag die Beteiligung am Programm bei 55 %. Mittlerweile ist sie dank guter Akzeptanz in den Schulen, bei Kindern und Eltern auf 80 % angestiegen.

Gesetzliche Grundlage

Im § 21 des Sozialgesetzbuches V (SGB V) ist seit 1993 eine besondere Betreuung von Kindern mit vielen kariösen oder gefüllten Zähnen festgeschrieben. Hier heißt es: "Für Kinder mit besonders hohem Kariesrisiko sind spezifische Programme zu entwickeln." Vor diesem gesetzlichen Hintergrund wurde das vorliegende Programm aufgebaut.
Zurück Zurück

Entwicklung des Programms

Das Kariesrisikoprogramm wurde in Zusammenarbeit der bezirklichen Gesundheits- und Umweltämter mit der LAJH entwickelt. Das Programm wurde erstmals als Pilotprojekt im Schuljahr 1996/97 im Bezirk Hamburg Nord angeboten. Seit 2005 konnte es auf alle sieben Hamburger Bezirke in den Grundschulen ausgedehnt werden.

Zielgruppe

Das Kariesrisikoprogramm wurde für Kinder in der Grundschule mit erhöhtem Kariesrisiko entwickelt. Sie zeichnen sich durch eine vermehrte Anzahl kariöser, gefüllter oder gezogener Zähne im Vergleich mit dem Altersdurchschnitt aus. Leider ist das Verständnis für zahngesunde Ernährung und regelmäßige Mundhygiene in einigen Familien kaum vorhanden. Die zahnärztliche Praxis wird nur im Falle von Zahnschmerzen aufgesucht. Das Kariesrisikoprogramm soll der Prävention und Gesundheitsförderung dienen. Ziel ist es: die Mundhygiene der Kinder zu verbessern durch die Fluoridierung den Zahnschmelz zu härten die Kinder zum regelmäßigen Besuch einer Zahnarztpraxis zu motivieren.

Auswahl der Kinder

Im Rahmen der jährlichen schulzahnärztlichen Reihenuntersuchungen werden in der ersten Klasse die Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko identifiziert. Sie bekommen über den Befund der Untersuchung hinaus eine schriftliche Beschreibung des Programms und eine Einverständniserklärung für die Eltern. Das schriftliche Einverständnis ist Voraussetzung für die Teilnahme am Programm. Die Einverständniserklärungen liegen in deutscher, türkischer und russischer Sprache vor. So können möglichst viele Kinder teilnehmen, die sonst eventuell auf Grund mangelnder Deutschkenntnisse ausgeschlossen wären.

Aus der Arbeit des Fluoridteams

Die Kinder mit einem erhöhten Kariesbefall werden durch die Schulzahnärzte erfasst. Die Eltern werden angeschrieben, ob sie mit der Betreuung einverstanden sind. Auch die Lehrer der Klassen werden informiert. Danach verabreden die LAJH-Mitarbeiterinnen Termine in den Schulen und ziehen los.

Der Fluoridpass

Den Fluoridpass erhalten alle Kinder, die an dem Programm teilnehmen.
Hier ist Raum für viele Stempel des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und von niedergelassenen Zahnärzten, die ebenfalls halbjährlich/alternierend die Zähne fluoridieren sollen.
Das ist die Seite mit einem Prophylaxe- Vertrag des Kindes.
Die Kinder werden im Arztzimmer begrüßt und instruiert.
Es folgt eine kurze Besprechung mit einer Zahnputzübung, Informationen über Sinn und Auswirkung des Fluoridlackes, Erklärung des Fluoridpasses und einer Zahnputzkontrolle.
Alle Kinder erhalten einen Fluoridpass mit dem Eintrag des Tages.
Dann kontrolliert die LAJH- Mitarbeiterin den Erfolg des Zähneputzens und appliziert den Fluoridlack.
Das war es schon für diese Kinder — auf Wiedersehen in einem halben Jahr.
Zurück Zurück Zurück Zurück Impressum Impressum

Fluorid-Programm

Die LAJH, Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in  Hamburg e.V., ist eine Gemeinschaftsaktion der Hamburger Zahnärzte und  Krankenkassen sowie der Freien und Hansestadt Hamburg.

Praktische Durchführung

In der Schule werden Schulleitung und Kollegium über Ablauf und Zweck der Maßnahmen informiert, da deren Kooperation wichtiger Bestandteil des Programms ist. Geben die Eltern ihr Einverständnis zur Teilnahme, so werden die Kinder in der Schule zwischen der 1. und 4. Klasse zweimal jährlich zahnärztlich untersucht. Anschließend findet unter Anleitung einer zahnmedizinischen Fachkraft in kleinen Gruppen ein Gespräch über gesunde Ernährung statt. Das Anfärben der Beläge und eine praktische Zahnputzübung schließen sich an. Danach werden die vorhandenen bleibenden Zähne mit einem Fluoridlack (Fluoridin N5) touchiert. Durch den Fluoridlack wird der Zahnschmelz gehärtet und hält kariösen Angriffen gegenüber besser stand. Die Kinder bekommen einen "Prophylaxepass", in dem die Fluoridierungen eingetragen werden. In dem Pass befindet sich außer den persönlichen Daten des Kindes auch ein Prophylaxevertrag. Mit ihrer Unterschrift versprechen die Kinder, ebenfalls selber etwas für ihre Zahngesundheit zu tun, indem sie nicht so viel naschen und sich regelmäßig die Zähne putzen. Die Eltern werden schriftlich informiert, dass die Fluoridlackbehandlung nach drei Monaten in der zahnärztlichen Praxis wiederholt werden soll. Dort werden dann auch die kariösen Zähne mit Füllungen versorgt. Anfänglich lag die Beteiligung am Programm bei 55 %. Mittlerweile ist sie dank guter Akzeptanz in den Schulen, bei Kindern und Eltern auf 80 % angestiegen.

Gesetzliche Grundlage

Im § 21 des Sozialgesetzbuches V (SGB V) ist seit 1993 eine besondere Betreuung von Kindern mit vielen kariösen oder gefüllten Zähnen festgeschrieben. Hier heißt es: "Für Kinder mit besonders hohem Kariesrisiko sind spezifische Programme zu entwickeln." Vor diesem gesetzlichen Hintergrund wurde das vorliegende Programm aufgebaut.
Zurück Zurück

Entwicklung des Programms

Das Kariesrisikoprogramm wurde in Zusammenarbeit der bezirklichen Gesundheits- und Umweltämter mit der LAJH entwickelt. Das Programm wurde erstmals als Pilotprojekt im Schuljahr 1996/97 im Bezirk Hamburg Nord angeboten. Seit 2005 konnte es auf alle sieben Hamburger Bezirke in den Grundschulen ausgedehnt werden.

Zielgruppe

Das Kariesrisikoprogramm wurde für Kinder in der Grundschule mit erhöhtem Kariesrisiko entwickelt. Sie zeichnen sich durch eine vermehrte Anzahl kariöser, gefüllter oder gezogener Zähne im Vergleich mit dem Altersdurchschnitt aus. Leider ist das Verständnis für zahngesunde Ernährung und regelmäßige Mundhygiene in einigen Familien kaum vorhanden. Die zahnärztliche Praxis wird nur im Falle von Zahnschmerzen aufgesucht. Das Kariesrisikoprogramm soll der Prävention und Gesundheitsförderung dienen. Ziel ist es: die Mundhygiene der Kinder zu verbessern durch die Fluoridierung den Zahnschmelz zu härten die Kinder zum regelmäßigen Besuch einer Zahnarztpraxis zu motivieren.

Auswahl der Kinder

Im Rahmen der jährlichen schulzahnärztlichen Reihenuntersuchungen werden in der ersten Klasse die Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko identifiziert. Sie bekommen über den Befund der Untersuchung hinaus eine schriftliche Beschreibung des Programms und eine Einverständniserklärung für die Eltern. Das schriftliche Einverständnis ist Voraussetzung für die Teilnahme am Programm. Die Einverständniserklärungen liegen in deutscher, türkischer und russischer Sprache vor. So können möglichst viele Kinder teilnehmen, die sonst eventuell auf Grund mangelnder Deutschkenntnisse ausgeschlossen wären.

Aus der Arbeit des Fluoridteams

Die Kinder mit einem erhöhten Kariesbefall werden durch die Schulzahnärzte erfasst. Die Eltern werden angeschrieben, ob sie mit der Betreuung einverstanden sind. Auch die Lehrer der Klassen werden informiert. Danach verabreden die LAJH-Mitarbeiterinnen Termine in den Schulen und ziehen los.

Der Fluoridpass

Den Fluoridpass erhalten alle Kinder, die an dem Programm teilnehmen.
Hier ist Raum für viele Stempel des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und von niedergelassenen Zahnärzten, die ebenfalls halbjährlich/alternierend die Zähne fluoridieren sollen.
Das ist die Seite mit einem Prophylaxe- Vertrag des Kindes.
Die Kinder werden im Arztzimmer begrüßt und instruiert.
Es folgt eine kurze Besprechung mit einer Zahnputzübung, Informationen über Sinn und Auswirkung des Fluoridlackes, Erklärung des Fluoridpasses und einer Zahnputzkontrolle.
Alle Kinder erhalten einen Fluoridpass mit dem Eintrag des Tages.
Dann kontrolliert die LAJH-Mitarbeiterin den Erfolg des Zähneputzens und appliziert den Fluoridlack.
Das war es schon für diese Kinder — auf Wiedersehen in einem halben Jahr.
Zurück Zurück Zurück Zurück Impressum Impressum
Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Hamburg
Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Hamburg